Spotlight – Theater gegen Mobbing
Wie entsteht Mobbing? Wer gehört zum Mobbingdreieck? Und wie kann man Mobbern die rote Karte zeigen? All diese Fragen wurden beim Spotlighttag, der jedes Jahr in den sechsten Klassen durchgeführt wird, auf spielerische Art und Weise beantwortet. Dabei wurde jede Klasse von zwei Teamern angeleitet, die aus dem Kreis der Lehrerschaft kommen und eine entsprechende Ausbildung beim ASB in Münster absolviert haben.
Der Tag begann mit einem Film, in dem ein typischer Fall aus dem Schulleben vorgestellt wurde: Wie ist das, wenn man neu an eine Schule kommt? Wie kann man sich beliebt machen? Mischt man sich sofort in Konflikte ein? Im Mittelpunkt stand allerdings ein Junge, der von zwei Mitschülern gehänselt wurde, während andere nur zuschauten.
Im Anschluss an den Film wählte die Klasse genau diese Szene aus, um daran weiterzuarbeiten. Die im Film vorkommenden Rollen wurden an einzelne Schüler:innen verteilt, die Szene zunächst einmal und dann mit – vom Publikum vorgeschlagenen – Veränderungen so häufig gespielt, bis das Mobbing aufhörte. Wichtigste Erkenntnis: Die Zuschauer werden zu Mittätern, wenn sie das Mobbing nur beobachten und nicht auf der Seite der Opfer eingreifen.
In der dritten und vierten Stunde wurde die Klasse aufgeteilt, die Mädchen und Jungen erarbeiteten mit je einem Teamer Konflikte, die es in der Klasse gab. Diese wurden in der fünften Stunde gemeinsam besprochen, Lösungen wurden gefunden. Da in dieser Stunde auch die Klassenleitung dabei war, ist auch sichergestellt, dass die Ideen umgesetzt werden.
Abschließend gab es in der sechsten Stunde von allen für alle eine warme Dusche: Jedem und jeder wurde ein Zettel auf den Rücken geklebt, den die Mitschüler:innen nutzten, um ihm bzw. ihr Komplimente auf den Rücken zu schreiben, eine warme Dusche, hoffentlich mit Langzeitwirkung. Insgesamt ein erkenntnisreicher Tag, der die Klassengemeinschaft gestärkt und Konflikte geklärt hat.

